Haus der Geschichte

 
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von GROTE Ausstellungsgestaltung und Design / Haus der Geschichte
Aktuelle Themen wie die Flutkatastrophe im Ahrtal werden in der Ausstellung aufgegriffen. Ein großformatiges, von der Decke hängendes Netzwerk verknüpft zentrale gesellschaftliche Themen wie Wirtschaft, Demokratie und Klima miteinander.
Auftraggeber:
Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/Kossmanndejong
Ort:
Bonn
Eröffnung:
Dezember 2025
Fläche:
4000 qm
Webseite:
Projektbeschreibung:

Welche Bedeutung hat die deutsche Geschichte für unser heutiges Leben? Wie beeinflussen historische Ereignisse unseren Alltag und unser Demokratieverständnis? Mit der neuen Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte. Deutschland seit 1945“, die am 9. Dezember 2025 eröffnet wurde, setzt das Haus der Geschichte in Bonn neue Akzente in der Vermittlung deutscher Zeitgeschichte.
Nach mehr als 30 Jahren wurde die Dauerausstellung umfassend neugestaltet. Im Mittelpunkt steht ein zeitgemäßes Ausstellungskonzept, das historische Ereignisse mit persönlichen Erfahrungen verbindet. Digitale Anwendungen, interaktive Angebote und partizipative Formate ermöglichen den Besuchenden, unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte einzunehmen und eigene Erfahrungen einzubringen. Die Ausstellung versteht Geschichte nicht als abgeschlossenen Prozess, sondern als etwas, das bis in die Gegenwart hineinwirkt und von jedem Einzelnen mitgestaltet wird.

Aufgaben:

Die GROTE GmbH verantwortet in Kooperation mit dem Amsterdamer Designbüro Kossmanndejong die Beratung in den Leistungsphasen 1–3, die Erstellung der Leistungsverzeichnisse und die Mitwirkung bei der Vergabe sowie die künstlerische Leitung bis zur Übergabe der neuen Dauerausstellung.

Szenografie


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Die Ausstellung gliedert die deutsche Geschichte seit 1945 in fünf zeitliche Abschnitte, die von der Nachkriegszeit über die deutsche Teilung und Wiedervereinigung bis in die Gegenwart reichen. Den Abschluss bildet die Geschichtswerkstatt „Heute“, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen beschäftigt.

Die räumliche Gestaltung übersetzt die historischen Entwicklungen in unterschiedliche szenografische Bildwelten. Jeder Ausstellungsbereich erhält eine eigene gestalterische Identität, die den jeweiligen Zeitabschnitt atmosphärisch erfahrbar macht. Während die Nachkriegszeit durch eine von Unsicherheit geprägte Raumgestaltung vermittelt wird, steht die vernetzte Struktur der Gegenwart für eine zunehmend globalisierte Gesellschaft.

Etwa 3.800 Exponate veranschaulichen die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen Deutschlands. Neben historischen Dokumenten und Objekten erzählen persönliche Gegenstände von individuellen Lebenswegen und Erfahrungen. Dazu gehören unter anderem ein selbst konstruiertes Fluchtflugzeug, ein Ford Transit aus der Geschichte einer Einwandererfamilie und ein Baumhaus der Umweltbewegung.

Die Ausstellung verbindet große historische Entwicklungen mit individuellen Biografien. Persönliche Erinnerungen und Zeitzeugenberichte eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf das Leben in Deutschland seit 1945. So entsteht eine vielschichtige Erzählung, die Geschichte nicht nur vermittelt, sondern zum Nachdenken und zur aktiven Auseinandersetzung anregt.

Grafik


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Anschauliche Infografiken vermitteln komplexe historische, gesellschaftliche, soziologische und politische Entwicklungen auf leicht verständliche Weise. Ergänzend führt eine speziell für Kinder konzipierte Spur durch die Ausstellung, die durch grüne Aufgabentafeln und dazugehörige interaktive Hands-on-Exponate gekennzeichnet ist.

Medien


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Neben diversen Medienstationen entwickelte die Berliner Agentur Schnelle Bunte Bilder sechs miteinander verknüpfte, partizipative Medieninstallationen – vom Prolog über vier interaktive Stationen bis zum Epilog.

Es entsteht eine durchgängige mediale Erzählung, die die Besuchenden in den Mittelpunkt stellt. Geschichte wird nicht nur betrachtet, sondern mit der eigenen Biografie verknüpft und reflektiert. Persönliche Entscheidungen, Erinnerungen und Haltungen machen die eigene Rolle in historischen Prozessen sichtbar.